Zwischen den Meeren


Zwischen den Meeren

Der Wandertrail „Zwischen den Meeren“ führt zwischen Dagebüll und Flensburg über 85km von der Nord- zur Ostseeküste. Insgesamt 222 Dosen (plus einiger möglicher „Beifang“) säumen die Strecke. Im Mai 2016 haben meine Tochter und ich diesen Trail per Rad absolviert. Die Planung sowie die Erlebnisse der einzelnen Tage habe ich ja bereits in Blogeinträgen geschildert (Tag 1, Tag 2, Tag 3), daher hier nun die versprochene Zusammenfassung.

Gestaltung: Wer hohe Dosenkunst erwartet, ist hier falsch. Wer aber auf der Suche nach einer naturnahen Me(h/e)rtagestur ist, ist hier genau richtig. Alle Dosen sind gut gepflegt und die Homepage liefert immer einen aktuellen Stand der Caches  und jede Menge Zusatzinformationen (Unterkünfte, Fahrradverleih). Ideal ist die Strecke per Rad der Reihenfolge nach zu fahren, dann hat man (meistens) Rückenwind und bekommt auch die Bonuszahlen alle mit (natürlich kann man auch wandern). Die Route führt fast durchgängig ohne große Steigungen über Nebenstraßen, Feld- und Waldwege und ist damit auch für wenig trainierte Radler geeignet. Außer den 222 Caches der ZdM findet sich am Wegesrand noch das eine oder andere Kleinod wie das Fahrradmuseum, alte Deichtore, zweisprachige Ortsschilder (deutsch/friesisch), … – und gerade in und um Flensburg gibt es noch viel mehr zu sehen und zu cachen (mal abgesehen davon, dass die Flensburger Altstadt und der Hafen auch sehenswert sind).

An- und Rückreise lassen sich per Bahn gut organisieren – am Besten von Hamburg aus mit der NOB nach Niebüll, dann mit der neg nach Dagebüll (Dauer insgesamt etwa drei Stunden). Von Flensburg aus kommt man mit der DB zurück nach Hamburg (etwa zwei Stunden). Wer stattdessen mit dem Auto anreisen will, kann für den Rückweg von Flensburg nach Niebüll den Schnellbus nehmen (Linie 1013, Abfahrt etwa alle 30 Minuten, Fahrtdauer ca. eine Stunde).

Aufteilung der Strecke: Wir haben die Aufteilung auf drei Tage gewählt, wobei An- und Abreisetag etwas weniger Strecke umfassten und die Hauptlast auf dem zweiten Tag lag. Die auf der Homepage angegebenen Zeiten sind eine gute Orientierung für die Planung – auch wenn die reinen Kilometer nicht so viel erscheinen, geht für das Auf und Absteigen, Suchen und Loggen doch eine ganze Menge Zeit drauf. Vermutlich schafft man es auch an zwei Tagen, dann hat man aber nichts von der Tour und der Landschaft.

Wir sind am ersten Tag nachmittags in Dagebüll gestartet und die ersten beiden Etappen bis Bargum gefahren (25 km). Der zweite Tag führte uns über die Etappen 3, 4, 5 bis Schafflund (etwa 31km), der dritte Tag umfasste dann die Etappen 6 – 9 (wieder 25 km).

Übernachtung und Versorgung: Man ist überwiegend in der weiten Einsamkeit unterwegs, Versorgungsmöglichkeiten gibt es nur in Dagebüll, Langenhorn (südlich von Bargum), Schafflund und Handewitt bzw. Harrislee (bei Flensburg), daher sollte man Proviant, Getränke und Werkzeug / Reserveteile „an Bord“ haben bzw. rechtzeitig auffüllen.

Von den angegebenen Unterkünften haben wir in „Andresens Gasthof“ in Bargum und im B&B „Storchennest“ in Schafflund übernachtet. Beide kann ich empfehlen – der alte Gasthof ist zwar etwas „plüschig“, hat aber eine sehr nette Wirtin. Und das „Storchennest“ ist ein kleiner Familienbetrieb in einem historischen Bauernhaus. Bei beiden ist gerade zur Caching-Zeiten (lange Wochenenden mit Brückentagen) eine Reservierung angeraten.

Empfehlung: Machen! Wer gerne „radcachen“ fährt und dabei größere Strecken auf einem Powertrail der anderen Art zurücklegen mag, der ist hier genau richtig.

Hier einige Fotos unserer Tour  (Anklicken zum Öffnen der Flickr-Fotogalerie) …
Tour "Zwischen den Meeren"